Noch mal alles mit Zucker

Zucker als Material in der Kunst – nach meiner Wahrnehmung etwas Neues. In mehreren Performances widmet sich die Schweizer Künstlerin Claudia Bucher der süßen Last. Sie lässt Zucker aus Gazetüchern oder aus Säcken rieseln, rinnen, fließen, quillen. „Hier offenbart sich bereits in der Wahl der Begriffe zur Beschreibung der simplen Abläufe …eine poetische Kraft von satter Lebendigkeit.“ (Helge Meyer in: Claudia Bucher, Vom Rieseln und Rinnen, Luzern, 2007) Ihre Performances heißen „Ladung“, „Süßer Regen“, „Zuckertaschen“.

Claudia Bucher setzt sich dem süßen Regen aus, spielt damit, lässt sich von Zucker bedecken, scheint es zu genießen, um sich dann im Überdruss dagegen aufzulehnen. Sie demonstriert „Brüche und Kippmomente, in denen sich Schönheit zum Ekel neigt“ (s.o.). In meinen Augen eine hochinteressante Künstlerin.