Die Kunstmarktformel

Gestern habe ich ein paar Zahlen aufgelistet, die deutlich machen, mit welcher immensen Konkurrenz man als Künstler, mehr noch als Künstlerin, leben muss. Das hat natürlich Folgen. Überall (auch bei Xing) bieten sich Leute an, die helfen wollen, sich als Marke im Kunstmarkt zu etablieren. Dass es in meinem Augen unsinnig ist, dafür Geld auszugeben, habe ich ja schon mehrfach geschrieben. Aber das verringert die Zahl der Angebote, die fast täglich in die Mailbox rauschen nicht. Denn, wie Hubert Thurnhofer in „Die Kunstmarktformel“ schreibt, „…dass es zum Wesen des Künstlers gehört, als eigenständige Marke wahrgenommen zu werden“. Gleichzeitig stellt er fest, dass, „eine Markenbildung auf dieser Ebene nicht mehr möglich ist.“ Mit dieser Ebene sind die vielen Künstler gemeint, die nicht zu den paar Tausend Top-Künstlern gehören. Auch wenn das keine erfreuliche Nachricht ist, eine realistische Einschätzung ist es allemal.