Nur kleine VERLEGENHEIT in München

Unter dem Titel „Ab nach München!“ wurde eine historische Schau mit Arbeiten von Künstlerinnen zusammengestellt, die um 1900 an der Damen Akademie und anderen Orten in München studiert haben, um so einen Blick auf die Anfänge weiblicher Professionalität im Kunstbereich zu dokumentieren. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Ausstellung sicher interessant, weil sie deutlich macht, wie viele Hindernisse Frauen überwinden mussten, um überhaupt ernst genommen zu werden. Gabriele Münter und Käthe Kollwitz gehören zu den ganz wenigen, deren Name auch heute noch ein Begriff ist.  Dagegen kennen  Marianne von Werefkin und ihre wichtige Rolle im Blauen Reiter wohl die wenigsten. Andere Namen sind völlig untergegangen. Wie ich höre, sind leider nur wenige Arbeiten dabei, die auch heute noch Bestand haben können. Also auch ein wenig Verlegenheit im Spiel.

Der Wind der den Frauen entgegenblies war eisigkalt. Und auch heute weht gelegentlich noch ein kühles Lüftchen, wenn ein alter Mann behauptet, Frauen könnten von Natur aus keine Künstlerinnen sein. Na, so deutlich hätte er seine eigene Beschränktheit auch wieder nicht zeigen müssen.