Jedes Ende ist schwer

Eigentlich geht der Satz so: Aller Anfang ist schwer. Aber die Dichterin Marie von Ebner-Eschenbach hat die Erfahrung, die alle Kunstschaffenden machen, bereits im 19. Jahrhundert in Worte gefasst. „Der alte Satz: `Aller Anfang ist schwer´, gilt nur für Fertigkeiten. In der Kunst ist nichts schwerer als beenden.“

Wie wahr. Traurige Beispiele dafür sind das zu Tode gemalte Bild in der Ecke, der zur Nutzlosigkeit behauene Stein,  die zu häufig radierte Zeichnung, sodass ein unübersehbarer Grauschimmer das Blatt bedeckt. Aber auch diese Erfahrung muss man manchmal machen, damit man so allmählich ein Gespür dafür bekommt, wann eine Arbeit fertig ist und man sinnvollerweise einfach aufhört.